Die Tiere

  • Jana

    Meine liebe Jana wurde am 7. Januar 2022 geboren.
    Sie ist die zweitälteste Tochter, die Jena mir geschenkt hat.

    Unvergesslich bleibt mir, wie sie schon als kleines Kalb war: Während die anderen Kälbchen eilig zu ihren Müttern rannten, blieb Jana im Kälberschlupf und wartete auf mich. Erst wenn ich kam, stolperten wir gemeinsam zu ihrer Mutter Jena, damit sie ihre Ration Milch trinken konnte. Das war besonders bemerkenswert, denn normalerweise sind Kälber in diesem Moment kaum zu bremsen.

    Auch heute noch verlässt sie den Stall nicht ohne mich an ihrer Seite. Auf der Weide sucht sie stets den Kontakt zu mir, was sich als äußerst praktisch erweist, wenn ich die Herde in neue Weideparzellen führen muss. Ihre Mutter Jena war genauso – allerdings war sie die Leitkuh, und die gesamte Herde folgte ihr. Das machte es mir damals sehr einfach, die Tiere zu lenken.

    Jana versucht, in diese Rolle hineinzuwachsen, doch bisher wird sie von den ranghöheren Kühen noch nicht akzeptiert. Dennoch animiert ihr Verhalten die anderen dazu, mir ebenfalls zu folgen.

    In vielerlei Hinsicht ist sie anders als Jena – doch das kann sich mit zunehmendem Alter noch ändern. Schließlich ist kein Tier eine exakte Kopie seiner Eltern, genau wie wir Menschen. Jeder entwickelt sich auf seine eigene Weise und ist einzigartig. Und das ist auch gut so – denn wäre jeder gleich, wäre das Leben doch langweilig.

  • Jenny

    Sie wurde am 23. Januar 2021 geboren und ist eine der drei ältesten Töchter, die mir Jena hinterlassen hat.

    Von all ihren Nachkommen ähnelt sie Jena am meisten – sowohl im Aussehen als auch im Charakter. Und doch kann man sie nicht wirklich mit Jena vergleichen, denn diese war in jeder Hinsicht einzigartig.

    Jena war vor allem außergewöhnlich intelligent. Oft wusste sie schon vor mir, was ich vorhatte – manchmal war das fast unheimlich. Von ihr habe ich unglaublich viel gelernt. Ich könnte einen ganzen Roman über sie schreiben, so sehr hat sie mich geprägt. Sie hat mich glücklich gemacht und unzählige Male zum Lachen gebracht.

    Jenny nenne ich meistens nur noch „Jen“. Ihren vollen Namen höre ich nur noch aus meinem eigenen Mund, wenn ich mit ihr schimpfen muss – zum Beispiel, wenn sie sich wieder einmal grob gegenüber ihren Fressnachbarn verhält. Eigentlich heißt sie Jennifer, aber das war mir schnell zu lang.

    Abgesehen von gelegentlichen Rangeleien – sie ist schon etwas dominant – ist Jen ein ruhiges, unauffälliges und liebes Tier. Ich bin gespannt, wie sie sich mit der Zeit entwickeln wird. Jena kam erst mit sechs Jahren zu mir, daher bleibt abzuwarten, ob Jenny sich noch verändert.

    Doch egal, ob sie einmal wie Jena wird oder nicht – ich habe sie auf jeden Fall sehr gern.

  • Delia

    Das ist Delia.
    Sie wurde am 26. November 2013 geboren und ist das älteste Tier in meinem Bestand.
    Sie gehört zur Rasse der Blüem, die erst vor Kurzem in der Schweiz offiziell anerkannt wurde.

    Delia fällt sofort auf – ihr wunderschön gezeichnetes Fell macht sie unverwechselbar. Einmal kam ein Wanderer auf mich zu und fragte, warum ich ihr auf der Weide ein Halfter angezogen hätte. Tatsächlich war es aber nur die besondere Zeichnung über ihrer Nase, die wie eine optische Täuschung wirkt. Nachdem ich es ihm erklärt hatte, schmunzelte er und ging weiter.

    Delia ist die einzige Kuh in meinem Stall, die ich zugekauft habe. Damals hieß es, sie sei ein schwieriger Charakter, und mein Betrieb war praktisch ihre letzte Chance. Wäre sie nicht zu mir gekommen, hätte sie nicht überlebt – sie wäre schon seit neun Jahren tot.

    Lange Zeit habe ich sie als Mutterkuh gehalten, doch jetzt möchte ich sie – genau wie all die anderen Tiere – vor mir selbst retten. Ich will ihnen allen ein stressfreies Leben ermöglichen, ohne die ständige Trennung von ihren Kälbern.

  • Oana

    Das ist Oana.
    Sie wurde am 15. Januar 2021 geboren.

    Auch ihre Geschichte ist mit traurigen Erinnerungen verbunden. Als sie mit ihrer Mutter Ornella auf der Alp war, besuchte ich die beiden eines Tages. Doch als ich ankam, sah ich sofort, dass Ornella nur noch auf drei Beinen lief.

    Ich kontaktierte den Hirten, der mir versicherte, dass mit ihr am Morgen noch alles in Ordnung gewesen sei. Ich nahm an, dass sie sich nur vertreten und den Fuß verstaucht hatte. Also fuhr ich nach Hause, holte Schmerzmittel und meine starke grüne Salbe und behandelte sie etwa drei Tage lang. Mit den Schmerzmitteln konnte sie sich einigermaßen bewegen, doch schließlich entschied ich, sie nach Hause zu holen und den Tierarzt zu rufen.

    Die Diagnose war ernüchternd: Ein kleines Stück ihrer Klauenspitze war abgebrochen, wodurch eine bakterielle Infektion entstanden war. Das bedeutete, dass die Aussage des Hirten nicht stimmen konnte – er hatte die Tiere offenbar nicht richtig beobachtet und seine Verantwortung nicht wahrgenommen.

    Doch es kam noch schlimmer. Plötzlich bekam Ornella starken Durchfall, der nicht mehr aufhörte. Mein Tierarzt wusste keinen Rat mehr, also brachte ich sie in die Kreuzbergklinik nach St. Gallen. Dort kämpfte sie noch fünf Tage lang ums Überleben, bis sie schließlich eingeschläfert wurde.

    Wieder habe ich ein geliebtes Tier verloren. Und noch schlimmer: Oana hat ihre Mutter verloren. Sie war damals gerade einmal sechs Monate alt und hätte ihre Mutter und ihre Milch noch dringend gebraucht.

    Trotz allem hat sich Oana prächtig entwickelt und durfte den Platz ihrer Mutter bei mir einnehmen. Eigentlich war sie für den Verkauf vorgesehen, deshalb hatte ich für ihre Zeugung einen genetisch hornlosen Stier gewählt. So kam es, dass sie – genau wie Joleen – keine Hörner bekommen hat. Schade, denn ich mag Hörner.

    Doch Oana ist ein großartiges Tier mit einem wunderbaren Charakter. Der Umgang mit ihr ist unkompliziert, und sie hat, wie jedes Tier, ein Leben in Freiheit verdient – genau das möchte ich ihr bieten.

  • Dora

    Das ist Dora.
    Sie wurde am 3. Februar 2022 geboren.

    Auch wenn man es kaum glauben kann – sie ist die Tochter meiner Delia. Ihr Vater ist ein Blauer Belgier, eine Rasse, die unter einem Genfehler leidet, der dazu führt, dass die Muskeln unkontrolliert weiterwachsen. Kühe dieser Rasse können nicht mehr auf natürlichem Weg gebären – ein Kaiserschnitt ist bei jeder Geburt notwendig. Deshalb sind reinrassige Blaue Belgier in der Schweiz verboten.

    Dora hat bei mir ein Kalb zur Welt gebracht und dabei einen außergewöhnlich starken Mutterinstinkt entwickelt. Im Sommer habe ich beobachtet, wie sie ihrem Kalb Diana Schatten spendete, sobald es sich in die Sonne legte – ein Verhalten, das ich bei keiner anderen Kuh je gesehen habe.

    Sie ist unglaublich sanftmütig, freundlich und umgänglich – genau wie alle Kälber, die Delia aufgezogen hat.

  • Jacy

    Jacy wurde am 25.12.2022 geboren und war damit ein wundervolles Weihnachtsgeschenk, für das ich ihrer Mutter Jena unendlich dankbar bin. Sie ist die jüngste und zugleich letzte Tochter, die mir Jena hinterlassen hat.

    Ihre Geschichte ist mit schmerzhaften Erinnerungen verbunden, die ich nur ungern wieder aufwühle. Als das mit Jena geschah, war Jacy – genau wie Oana – erst sechs Monate alt und hätte ihre Mutter noch dringend gebraucht. Besonders schwer war es, da sie danach allein auf der gefährlichen Alp war.

    Zunächst wollte ich sie nach Hause holen, doch sie gehörte zur Herde, und die anderen Kühe kümmerten sich auf erstaunlich liebevolle Weise um sie. Außerdem hätte ich sie nicht allein mitnehmen können. Also entschied ich mich, Jacy unter meiner aufmerksamen Beobachtung – und mit der fürsorglichen Unterstützung der Herde – dort zu lassen. Es war die richtige Entscheidung. Obwohl sie natürlich ihre Mutter, deren Nähe und die Milch vermisste, spürte ich zugleich ihren starken Willen. Sie wollte kämpfen. Und sie hat es geschafft. Heute sieht man, wie gut sie sich entwickelt hat.

    Jacy liebt es, genau wie Jana, an meiner Seite zu sein. Die gelegentlichen Eifersüchteleien bekommen wir immer besser in den Griff. Wegen ihres Alters ist sie manchmal noch etwas stürmisch, aber sie ist jung und wird noch viel lernen. Wenn ich sie anschaue und ihre Ähnlichkeit zu Jena erkenne, spüre ich einerseits eine tiefe Sehnsucht nach Jena – und zugleich eine starke Verbundenheit zu beiden.

  • Joleen

    Das ist Joleen.
    Sie wurde Ende Februar 2024 geboren – das genaue Datum verrate ich nicht, denn es ist gleichzeitig mein eigener Geburtstag. So hat mir ihre Mutter Jana ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk gemacht.

    Eigentlich war Joleen zum Verkauf gedacht. Deshalb belegte ich Jana mit einem genetisch hornlosen Stier, da Tiere ohne Hörner leichter verkauft werden können. Andernfalls werden die Hörner oft abgesägt – etwas, das verboten gehört. So blieb auch Joleen, genau wie Oana, leider hornlos.

    Doch da ich noch Platz für eine weitere Kuh habe, darf Joleen bei mir bleiben. Sie ist ein ruhiges und sehr liebes Tier. Ihre beste Freundin war Valery, die nur einen Tag jünger war als sie. Als Valery eingeschläfert werden musste, litt Joleen sehr – sie hatte eine enge Freundin verloren.

    Auf meiner Weide gibt es eine Ecke, in der fast nur Stauden wachsen und die wegen gefährlicher Felsvorsprünge von mir immer ausgezäunt wurde – allerdings ohne Strom. Noch nie ist ein Tier dort hineingegangen, da es dort kaum Futter gibt. Doch Joleen hat, wie sich herausstellte, eine Vorliebe für Blätter entwickelt und sich mehrmals in diese verbotene Ecke geschlichen.

    Eines Tages, als die anderen Tiere von der unteren auf die obere Weide wechselten, sprang sie kurzerhand über den stabilen Holzzaun – und beschädigte ihn erheblich. Ich hätte nie gedacht, dass ich diesen Zaun jemals reparieren müsste.

    Ich hoffe, ich kann noch viele Geburtstage mit ihr zusammen feiern.

  • Tasura

    Tasura wurde am 17. März 2023 geboren.
    Sie ist ein reines Original Braunes Rind, doch wie bei Delia zeichnet sich bei ihr ein seltenes „Blüem“-Muster ab. Dieses Phänomen kommt in dieser Rasse nur selten vor und hängt mit ihrem Vater zusammen.

    Ihre Mutter war Jacqueline, mit der eine traurige Geschichte verbunden ist. Doch da Tasura zu diesem Zeitpunkt nicht mehr von ihr abhängig war und mich das Thema nur wieder aufwühlen würde, möchte ich nicht näher darauf eingehen. In dieser schwierigen Zeit half mir der Hof-Narr, wofür ich sehr dankbar bin – auch wenn es letztlich keine gute Lösung war.

    Tasura ist noch sehr lebhaft, übermütig und unerfahren, weshalb der Umgang mit ihr manchmal etwas herausfordernd ist. Doch mit zunehmendem Alter wird sich das sicher ändern. Momentan hält sie sich noch für ein Pferd und springt über diverse Zäune – was bedeutet, dass ich sie regelmäßig wieder einfangen muss. Zum Glück ist sie sehr zutraulich und kommt von selbst zu mir, sodass das meist kein großes Problem ist.

    Doch ich merke schon jetzt, dass sie eines Tages sehr dominant sein wird.

  • Vilma

    Das ist Vilma.
    Sie wurde am 9. Januar 2021 geboren.

    Ihre Mutter, Viola, hatte ich ursprünglich nur für einen Winter bei mir, um sie auszufüttern. Eigentlich hätte ich sie im Herbst zurückgeben müssen. Doch weil Viola ein außergewöhnlich liebes Tier war, konnte ich mich nicht von ihr trennen und kaufte sie dem eigentlichen Besitzer für viel Geld ab. Leider hatte man ihr als Kälbchen die Hörner weggebrannt – etwas, das ich niemals hätte tun können.

    Später bekam Viola starke Probleme mit ihrem Becken und Rücken. Schweren Herzens musste ich sie schließlich von ihren Schmerzen erlösen – eine Entscheidung, die mir unendlich schwerfiel.

    Vilma durfte natürlich bei mir bleiben. Am 28. Februar 2024 brachte sie ihr zweites Kalb, Velery, zur Welt.

    Schon früh bemerkte ich, dass bei Velery jedes Mal, wenn sie Milch trank, etwas davon aus ihrem linken Nasenloch lief. Doch weil sie ansonsten lebhaft, gesund und fröhlich wirkte, machte ich mir zunächst keine großen Sorgen. Erst als sie sich nicht so entwickelte wie die anderen Kälber, ließ ich sie untersuchen – und dann brach in mir Panik aus.

    Der Tierarzt stellte eine Gaumenspalte fest. Deshalb lief ihr auch ständig Milch aus der Nase. Er wollte sie sofort einschläfern, doch das konnte und wollte ich nicht zulassen. Ich besorgte verschiedene Futtermittel, aber sie konnte nichts davon fressen. Also begann ich, kleine Heukügelchen zu formen, die sie langsam lernte zu fressen.

    Meine Hoffnung war, dass sie mit zunehmendem Wachstum selbstständig fressen könnte. Doch ihr Hunger wurde immer größer, und irgendwann konnte ich nicht mehr nachkommen, um ihr genügend Heukügelchen zu formen. Schließlich musste ich die schwerste Entscheidung treffen und sie einschläfern lassen – ich konnte es nicht mehr mit ansehen, wie sie jeden Tag hungrig war.

    Von einem Moment auf den anderen hatte Vilma kein Kälbchen mehr, das zu ihr kam, um Milch zu trinken oder sich von ihr lecken zu lassen. Sie rief unaufhörlich nach Velery – doch sie kam nicht mehr.

    Mir hat das fast das Herz gebrochen. Es machte alles noch schwerer.

    Deshalb möchte ich Vilma eine Zukunft ermöglichen, in der sie nie wieder so etwas erleben muss. Sie soll den Rest ihres Lebens einfach nur genießen können.

  • Diana

    Das ist Diana. Sie ist am 25. März 2024 geboren.

    Sie ist die Tochter von Dora.

    Die Geburt lief prima, obwohl ich bei Dora am meisten bedenken hatte, da Blaubelgier ein schmales Becken haben, und bekannt für Schwergeburten sind.

    Aber meine Angst war unbegründet.

    Diana gehört wie Janna zur Rasse Angus. Sie ist ebenfalls sehr übermütig, und streitet sich gerne mit ihren Artgenossen.

    Sie und Janna sind Stiefschwestern, (gleicher Vater), aber unzertrennlich wie Zwillinge.

    Ihr Merkmal ist der weisse Fleck, im hinteren Teil des Bauches.

    Doch weil man den nicht immer sieht, hatte ich lange mühe, die zwei zu unterscheiden. So habe ich Diana einmal zur falschen Mutter geführt, was nicht gut ankam.

    Doch Diana hat mir zu verstehen gegeben, ich sei ein Trottel.

    Draussen strotzt sie wie Janna voller Energie und Lebensfreude. Es ist herrlich, sie zu beobachten.

  • Janna

    Das hier ist Janna.

    Sie ist am 16.03.2024 geboren, und ist die Tochter von Jenny, der ältesten Tochter von Jena.

    Es war eine ziemlich strenge,schwere Geburt,und obwohl ich mit allen Kräften Jenny half, musste sie stark kämpfen. Doch Ende gut, alles gut, haben wir es zusammen geschaft.

    Solche sachen werde ich auch nicht mehr missen, wenn mein Lebenshof ins laufen kommt.

    Janna hat sich sehr schnell erholt und sich prächtig entwickelt. Noch ist sie sehr übermütig und lebhaft.

    Auch bei ihr bin ich gespannt, wie sie sich entwickeln wird.

    Schlieslich ist auch sie noch mit Jena verwandt.

    Da sie gerade jährig wurde, und nicht gross auffiel, ist es schwirig, Geschichten über sie zu schreiben.

    Sie hat ständig versucht, bei den anderen Kühen Milch zu stehlen, was ihr manchmal auch gelang.

    Ungewöhnlich ist, dass sie kleine Hornansätze bildete, dass bei der Rasse Angus sehr ungewöhnlich ist.

    Aber das wichtigste ist, das ich auch sie sehr gerne mag, und auch sie behalten kann.

  • Chelsea

    Chelsea wurde am 28. April 2021 geboren und ist ein Belgischer Schäferhund (Malinois) – oder kurz: ein „Mali“.

    Als Chelsea zu mir kam, war sie bereits gut dreieinhalb Jahre alt und von ihrer früheren Besitzerin liebevoll und konsequent erzogen. Aufgrund einer starken Veränderung ihrer Lebenssituation musste diese sich schweren Herzens von Chelsea trennen. Es war kein leichter Entscheid, aber einer, der aus Verantwortung getroffen wurde. Bis heute liegt ihr Chelseas Wohl sehr am Herzen – sie ist sogar von weit her angereist, um sich persönlich davon zu überzeugen, dass es Chelsea bei mir gut geht.

    Ursprünglich habe ich Chelsea für meine Mutter aufgenommen, als kleine Begleiterin und auch als Halt nach einem schweren Verlust. Doch weil Chelsea mich seit Beginn auf Schritt und Tritt begleitet und ich es unfassbar schätze und geniesse, kam es ein wenig anders. Meine Mutter hat Chelsea aber auch sehr gerne und kümmert sich liebevoll um sie, wenn ich sie einmal nicht dabeihaben kann.

    Chelsea ist eine liebevolle und sensible Hündin, doch diese Rasse sollte nicht unterschätzt werden. Malinois gehören nicht in falsche Hände und brauchen einen Platz, an dem sie verstanden und gefördert werden. Sie sind aussergewöhnlich schlau, wachsam und voller Energie – und bringen mich fast täglich zum Staunen.

    Ihr hohes Energielevel gleiche ich mit Bewegung, Spiel und gezielter Beschäftigung aus. Wir spielen Frisbee, ich lasse sie Leckerlis suchen, die ich gut verstecke, und baue immer wieder Denkaufgaben ein. Auch kleine Dinge des Alltags – wie ihr Spielzeug oder ihr Halsband – darf sie selbst „managen“. Diese geistige Arbeit tut ihr sichtbar gut.

    Chelsea ist sehr aufmerksam und neugierig. Spaziergänge ohne Leine sind deshalb nicht immer einfach, denn wenn etwas ihre Aufmerksamkeit weckt, ist sie sofort mit voller Begeisterung dabei und vergisst ihren sonst sehr guten Gehorsam für einen Moment.

    Zu Hause jedoch ist Chelsea ruhig, ausgeglichen und unglaublich angenehm. Die Zeit mit ihr gibt mir viel zurück – sie bringt Ruhe, Nähe und eine besondere Art von Vertrautheit in meinen Alltag.

    Chelsea ist ein besonderer Hund. Mit einer Patenschaft hilfst du dabei, ihr weiterhin ein stabiles, liebevolles und artgerechtes Leben zu ermöglichen.